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Siegerlandweg mit Varianten  
Winteridylle am Siegerlandweg
Winteridylle am Weg

Alle Jahre wieder- eine Wanderung zwischen Weihnachten und Neujahr (2003)

26.12.2003
Odo und Kurt standen pünktlich um 9:40 Uhr am Bahnhof Iserlohn. Wir wählten als Einstieg den X 4, weil der Verlauf schöner war. Bis Linscheid gefiel uns die Strecke recht gut. Mangel: zuviel Asphalt und keine Hütte, wo Odo einen Glühwein zubereiten konnte.  In Linscheid war dann relativ viel Industrie, in Altena war der Hund verfroren. Keine Unterkunftsmöglichkeiten. Die griechische Wirtin bemühte sich redlich und führte für uns jede Menge Telefongespräche. Endlich klappte es im Hotel „Zur Burg“ in Kleinhammer. Wegen der fortgeschrittenen Zeit mussten wir bis Werdohl mit dem Zug fahren, im Dunkeln gingen wir dann noch an der Straße entlang.

Wir waren zwar froh, dass wir eine Unterkunft gefunden hatten, aber überwältigend war diese wirklich nicht. Die Getränke waren überbezahlt, das Bier schmeckte nach eingeschlafenen Füßen, die Speisenauswahl war überschaubar, nerviger Fernseher, der immer laut und leise wurde. Doch das Frühstück war in Ordnung, und die Wirtsleute waren sehr freundlich.

27.12.2003
Gegen 09:00 Uhr starteten wir im Regen. Trotz einer Stunde Aufstieg unter erschwerten Bedingungen war die Laune gut. Gegen 11:00 Uhr fanden wir eine Hütte, in der Odo einen Glühwein zubereiten konnte und wo Kurt seine weitgehend selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen und Süßigkeiten anbot. Nochmals 1,5 Stunden bis Plettenberg. Die erste Einkehr war eine Pleite, der City Treff war laut und verraucht, wir machten einen raschen Lokalwechsel zu „Krone“, dort war es wie im Paradies. Bei der Planung des Nachmittags stellten wir fest, dass wir im Hellen unmöglich noch bis Finnentrop kommen würden. Also, Streckenverkürzung mit einem Taxi, dann begann ein schöner Weg durch den Wald. Es zahlte sich aus, dass wir voll auf Risiko gegangen waren. Die Gaststätte „Zum Lindenbaum“ in Alt-Finnentrop war zwar noch geschlossen, aber der Wirt hatte uns sprechen gehört, schaute aus dem Fenster und rief: „In 15 Minuten bin ich unten“. Er war sogar noch schneller. In diesem Haus stimmte alles: schöne Zimmer zum angemessenen Preis, gutes Essen und gepflegte Getränke zu zivilen Preisen.

28.12.2003
Gleich beim Abmarsch regnete es wieder junge Hunde. Auf der Höhe wurde es durch den starken Wind noch unangenehmer. Dazu gingen wir noch ungeschützt über kahle Felder. Was waren wir froh, als wir in Helden-Niederhelden eine wirklich gemütliche Einkehr im Hotel „Landhaus Wintersohle“ gefunden hatten. Das Haus machte einen so angenehmen Eindruck, dass Odo gleich einen Prospekt mitnahm, um seinen Geburtstag dort zu feiern.

Nach Niederhelden ging es gleich weiter hoch, wir nahmen eine Abkürzung über den L-Weg zum X 6, in Bilstein kamen wir nach einem Abstieg kurz vor halb zwei an. Die Kollegen hatten die italienische Pizzeria eines Griechen angesteuert, ich war damit zuerst etwas unzufrieden, doch die Speisen waren gut, der unrasierte Wirt war sehr sympathisch und wollte unbedingt noch auf das Erinnerungsfoto.

Odo und Kurt in Bilstein

Ab Bilstein ging der Weg sehr steil aufwärts, Kurt fluchte und meinte, für sein Alter sei der Aufstieg zu steil. Trotzdem kamen wir schnell voran. In Einsiedel machten wir keine Glühweinpause, weil Kurt drängte, weil er nicht im Dunkeln am Ziel ankommen wollte. Das war ein Fehler, denn kurz darauf wurden wir bei einem starken Regenschauer furchtbar nass. Wären wir in der Hütte geblieben, hätten wir uns das erspart. Es ging noch weiter hoch bis auf 620 m Höhe, der Regen ging langsam in Schnee über. Dann gingen wir runter nach Rahrbach. Im „Rahrbacher Hof“ herrschte reger Betrieb. Hier hatten wir die bisher preiswerteste Übernachtung. Auf das Essen mussten wir zwar lange warten, aber es hat uns geschmeckt.

Rahrbacher Hof

Montag, 29.12.2003
Am Morgen war es merklich kälter geworden. So waren wir froh, dass wir gegen halb zwölf genau zum richtigen Zeitpunkt eine „Glühweinhütte“ fanden. Ab Hilchenbach fuhr Kurt mit dem Zug bis Vormwald vor, weil er Schmerzen in Bein und Rücken hatte. Trotzdem kam er nicht wesentlich vor uns im Hotel „Ginsberger Heide“  an, weil er sich unterwegs zum zweiten Mal verlaufen hatte. Das Hotel war ansprechend, die Zimmer nicht übermäßig groß aber sauber und zweckmäßig eingerichtet. Im Gastraum herrschte viel Betrieb, und es war laut.

hilchenbach BahnhofOdo im Gasthaus Ginsbacher Heide

Dienstag, 30.12.2003
Kurt verließ uns am Bahnhof Lützel, weil die Schmerzen zu stark geworden waren. Odo und ich gingen weiter durch eine winterliche Landschaft in einem schönen Tal bis zur Ederquelle. Eine eigentliche Quelle war nicht zu entdecken, eher ein großes, aber landschaftlich reizvolles Feuchtgebiet. Die letzte Übernachtung dieser Tour hatte wir im Gasthof „Jokebes“ in Irmgarteichen. Der Wirt brachte uns am nächsten Morgen nicht nur zum Bahnhof, auf dem Weg dorthin legte er sogar noch eine Kür ein und zeigte uns dabei die Sehenswürdigkeiten der Umgebung.  

Winteridylle hinter LützelGlühweinidylle

Tagebuchaufzeichnungen, überarbeitet